Wer nichts recht tut, hat nie Feierabend. Die
Wer nichts recht tut, hat nie Feierabend. Die Wahrheit wird mit Tüchern behängt, wie die Altäre in den Fasten. Das Glück schenkt nichts, leiht nur. Schönheit und Keuschheit sind selten beieinander. Den Esel will jedermann reiten. Gemach in die Kohlen geblasen, So fährt dir kein Staub in die Nasen. Wer ein Ding zuviel lobt, dem traue nicht. Große Herren lassen sich nützen, Unter reichen Fürsten ist gut sitzen. Geradezu ist der nächste Weg. Man redet viel, wenn der Tag lang ist. Dem Kuppler ein Paar Schuh Und die Hölle dazu! Die künftigen Herren machen die vorigen fromm. Klag niemand dein Leid, So wird es nicht breit. Hilft’s nicht allein, So hilft’s doch im Gemein. [* fehlt bei Simrock.] Er flickt andern die Schuh und geht selber barfuß. Mariechen bläst das Licht aus, Michel steckt es wieder an. Wenn man Nußbäume und Weiber nicht schwingt, so tragen sie keine Frucht. Schulden, Alter und Tod kommen unangemeldet ins Haus. Darnach Ware, darnach Geld. Freundschaft, die der Wein gemacht, Währt wie der Wein nur eine Nacht. Vorteil geht vor Stärke. Guter Lohn macht hurtige Hände. Die Pfarrer bauen den Acker Gottes und die Ärzte den Gottesacker. Junge Elster lernt ihr Hüpfen von der alten. Er muß Lehrgeld geben, sagen die Spieler. Jedermanns Freund, jedermanns Narr. Er steckt das Messer neben die Scheide. Das Pferd will wohl den Hafer, aber nicht den Sattel. Ein Hahn hat so viel Flügel als der Falk und kann doch nicht so hoch fliegen. Heuchelmann Ist am besten dran. /