Kurze Meß ist bald gesungen. Wer die Kunst
Kurze Meß ist bald gesungen. Wer die Kunst nicht übt, verliert sie bald. Hungrige Mücken beißen schlimm. Kleine Leutlein, Holdertreutlein. Ein Undankbarer schadet zehen Armen. Würfel, Weiber, Federspiel Haben der Treue selten viel. Drei Dinge tragen, was man ihnen auflädt: eines Weibsbild Kopf, eines Esels Rücken, eines Mönchs Gewissen. Mehr Mut als Gut. Je magrer der Hund, je größer die Flöhe. Im Spiel gilt keine Brüderschaft. Ein Vater ernährt eher zehn Kinder als zehn Kinder einen Vater. Gefährte munter kürzt die Meilen. Wir können nicht alle Papst zu Rom werden. Er muß ein scharf Gesicht haben, der eine Jungfrau kennen soll. Vier Füße mit einem weißen Zeichen Dürfen keinen Zoll abreichen. Wer im Sommer die Kleider verreißt, muß im Winter frieren. Wer Wild zu sehr liebt, der wird wild. Berg und Tal kommen nicht zusammen, aber Menschen. Kurz Gebet, lange Mettwurst. Gesundheit und Geld Durchstreifen die Welt. Böses muß man mit Bösem überbösen. Guter Hund, so nur einem Wilde nachjagt. Hing’ man alle Diebe heuer, Die Galgen würden teuer. Das Auge sieht sich nimmer satt. Wer einen Hasen im Busen trägt, der fliehe. Er hat mit St. Gertrud einen Wettlauf getan. Was man nicht am Einschuß hat, das hat man am Zettel. Es ist kein Ort, Er verrät den Mord. List geht über Gewalt. Er nimmt’s an seinen Birnen ab, wie andrer Leute ihre teigen. Es nimmt kein Weib einen alten Mann um Gottes willen. Wenn nicht, wie wir wollen, so doch, wie wir können. Wo Gold vorregnet, da regnet es Laster nach. Wer flieht, eh man ihn jagt, Ist allzu verzagt. Zuviel ist ungesund. Sein Ist über Schein. Wo sich der Esel einmal stößt, da nimmt er sich in acht. Recht getan ist viel (wohl-) getan. Im großen Wasser fängt man große, im kleinen Wasser gute Fische. Es wird keiner klug als mit seinem Schaden. Nimmst du einen Mann, Um dein Glück ist’s getan. Wer heute wohl rudert, soll morgen mitfahren. Steter Tropfen höhlt den Stein. Mund und Herz sind eine ganze Spanne voneinander. Er muß das Mus essen. Gott ist kein Bayer. Wer lange fragt, gibt nicht gern. Jeder Bischof ist Papst in seinem Sprengel und jeder Pfaff Bischof in seiner Parochie. Kehre jeder vor seiner Tür. Das möchte einen Stein erbarmen! In der Zeit der Not Ißt man Pastetenrinden für Brot. Was sein soll, Schickt sich wohl. Es ist leichter wider den Satan streiten als wider ein schönes Weib. Ein guter Freund ist mehr wert als hundert Verwandte. Die Stimme ist größer als der Mann. Draußen Ruhm erlangen bedarf Schnaufens. Verzweifle nicht, mein frommer Christ. Es heckt kein Rab ein Zeislein. Hast du Geld, so spiel, Hast du keins, so stiehl. Zeit verrät und hängt den Dieb. -