Wer des Wassers bedarf, sucht es im Brunnen.
Wer des Wassers bedarf, sucht es im Brunnen. Einmal geben und wieder nehmen ist schlimmer als stehlen. Schmieren macht linde Häute. Er hatt’ all das Seine zum Kloster Maulbrunn gestiftet. Betteln ist ein Orden, Darin viel zu Herrn sind worden. Macht man keinen Knopf am Faden, so geht der Stich verloren. Das Böse schreibt man in Stein, das Gute in Staub. An dummen Leuten sind Rüben und Sack verloren. Man muß dem Mund nur was bieten. Sich selber unnütz ist keinem nütz. Wer wohl wähnt, dem ist wohl. Wer die Augen bei sich hat, stolpert nicht. Wer will haben gute Ruh, Der höre, seh’ und schweig’ dazu. Geldhunger, Wen machst du nicht zum Unger? Enge Schornsteine ziehen besser als weite. Klein und unnütz, groß und faul. Böser Gewinn ist Schaden. Der erste und letzte, die über den See gehn, ertrinken. So viel Nebel im März, so viel Wetter im Sommer. Du hast viel zu regieren in andrer Leute Häusern. Junges Weib ist altem Mann das Postpferd zum Grabe. Der Schwäger Rat Nie guttat. Der alle Hecken fürchtet, soll nicht in den Wald fahren jagen. Laß dich nicht von jedem Rauch beißen. Der Vormund nimmt oft so viel, daß dem Nachmund nichts übrigbleibt. Wer einen Dieb laufen läßt, den fängt man an seiner Statt. Hauszins schläft nicht. Aus ungelegten Eiern werden spät junge Hühner. Was man mit wenigem kann schlichten, Soll man mit vielem nicht verrichten. Die Maus soll das Loch suchen, nicht das Loch die Maus. Laßt die Toten ruhen. Alter Mann und jung Weib besser als alt Weib und junger Mann. Mit Wasser und Brot Kommt man durch alle Not. Wer ein Gesetz gibt, muß darüber wachen. Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Ohne Wein und Brot Leidet Liebe Not. Der Buhler Zank Ist der Liebe Anfang. Wer gute Nachbarn hat, bekommt einen guten Morgen. Dem Zorn geht die Reu auf den Socken nach. Wir fehlen alle, sprach die Äbtissin, als ihr der Bauch schwoll. Freunde sind gut, aber wehe dem, der ihrer bedarf in der Not. Je krümmer, Je schlimmer. Niemands Geselle Komme nicht über deine Schwelle. Man muß den Brei nicht weiter treten, als er von selbst fließt. Wünschen fördert keine Arbeit. Wo einer weise ist, sind zweie glücklich. Es geht nichts für ein gut Butterbrot, es ist besser als den ganzen Tag gar nichts. Arbeiten und sparen macht zusehends reich. Dem Alter soll man nicht ins Maul sehen. Je näher der Kuh, je besser der Käs. Gelehrte Leute sind auch oft große Narren. Worte speisen und tränken auch. Besser verwahrt als beklagt. Die Gans lehrt den Schwan singen. Ordnung hilft haushalten. In der Armut lernt man Freunde kennen. Die Zeit ist vorbei, da Bertha spann. Was tut die Liebe nicht, sagte jener Schneider, da küßte er einen Bock zwischen die Hörner. Bliebe der Wolf im Walde, so würd’ er nicht beschrien. /