Ich hab ein Maul, dem geb ich zu
Ich hab ein Maul, dem geb ich zu essen, das muß reden, wie ich will. Welches Land liefen die Schwaben nicht aus? Mein Pfennig ist deines Pfennigs Bruder. Durch Schweigen verdirbt viel Freundschaft. Lügen, Daß sich die Balken biegen. Heiraten ist nicht Kappentauschen. Es ist besser, zehn Kinder gemacht Als ein einziges umgebracht. Der Elster ist ein Ei gestohlen! Wenn’s Schiff gut geht, will jeder Schiffsherr sein. Sperr auf zu rechter Zeit! Wie einer sein Bett macht, so mag er drauf liegen. Biber und Otter haben keine Hege. Wer in einen sauern Apfel gebissen hat, dem schmeckt der süße desto besser. Ein wenig Schande wärmt und macht schöne Farbe. Es steht geschrieben, wo es keine Geiß ableckt und keine Krähe aushackt. Einsamkeit Ist eine Schule der Weisheit. Mutterschoß ist arm, aber warm. Was man nicht halten kann, soll man nicht geloben. Wer ein gläsernes Dach hat, muß nicht mit Steinen werfen. Sanftmut Macht alles gut. Wer nicht weiß, was das für ein Geck ist, der kann’s an seinem Pferde sehen. Eine Sache zu oft gesagt, tut den Ohren weh. Wir können nicht alle Bischof werden, man muß auch Bader haben. Üble Katze, so nicht von selber maust. Zerrissene Kleider soll man nicht gleich wegwerfen. Man muß beschert für bedacht nehmen. Ungewaschenem Maul ist Unglück zum Ziel gesteckt. Schwab ein Schwätzer, Böhm ein Ketzer, Pol ein Dieb, Preuß, der seinen Herrn vertrieb. Zu Anfang oder End Der März sein Gift entsend’t. Schlimmer Gast, der den Wirt vertreibt! Man vergißt viel Leid in vierundzwanzig Stunden. Stricke den Sack zu, wenn er auch nicht voll ist. Das Werk lobt den Meister. Wer den Bart läßt wachsen, der hat eine Schalkheit getan oder hat eine im Sinn. Wer sich selber lobt, heißt der Lästerlin. Reiche Weiber machen arme Kinder. Wer selten reitet, hat bald einen Wolf. Zeit macht und tötet die Leute. Einer ist des andern Engel oder Teufel. Wie du dir gebettet hast, so liege. Tugend überwindet Gewalt. ..